Anlageform - Pensionsfonds

Der Pensionsfonds ist in Deutschland nur wenigen bekannt. In Amerika und anderen Ländern ist er viel weiter verbreitet. Er wurde allerdings auch erst im Jahr 2002, mit dem Inkrafttreten des Altersvermögensgesetzes und mit der Riester Reform, als Vorsorgemodell für die betriebliche Altersvorsorge zugelassen. Meistens werden sie von Versicherungen und Banken, aber auch von einzelnen großen Unternehmen gegründet.

Schon in der Anlageoptik des einbezahlten Kapitals, unterscheiden sich die Pensionsfonds von den herkömmlichen Vorsorgemodellen für die betriebliche Altersvorsorge.
In den Pensionsfonds, darf das gesamte Kapital in Aktien investiert werden. Zu beachten sind natürlich die Sicherheit, die Streuung sowie die Liquidität, als Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht. Trotz dieser Vorgaben, sind die Pensionsfonds überwiegend frei in der Kapitalanlage. So sind manche Pensionsfonds risikofreudiger und setzen stark auf die Rendite, andere wieder, räumen der Sicherheit einen höheren Stellenwert ein.

Bei den Pensionsfonds handelt es sich um rechtlich selbstständige Einrichtungen die rechtlich unabhängig vom Arbeitgeber sind. Die Arbeitgeber stehen allerdings in der Einstandspflicht, wenn vom Pensionsfonds die garantierte Mindestleistung nicht bezahlt werden kann. Um die betriebliche Altersvorsorge für den Arbeitnehmer zu schützen, müssen Beiträge an den Pensionssicherungsverein entrichtet werden. So ist die Altersvorsorge auch bei Insolvenz des Arbeitgebers gesichert.
Neben der lebenslangen Rentenzahlung, kann auch eine Hinterbliebenenabsicherung sowie die Absicherung bei Invalidität mitversichert werden. Ein Anteil von 30% kann zu Rentenbeginn auf Wunsch ausbezahlt werden, der Rest muss allerdings in Form einer Rente auf Lebenszeit bezahlt werden.
Der Pensionsfonds ist ideal, für alle renditeorientierten Sparer, die auch gerne mal ein höheres Risiko eingehen.