Private Altersvorsorge : Steuerinformationen

Im Jahr 2005 wurde die Gesetzgebung geändert und brachte der privaten Rentenversicherung einige Vor- und Nachteile. Vor dem 01.01.2005 konnte jeder, der 12 Jahre lang Beiträge in die private Rentenversicherung einbezahlt hatte, die Erträge steuerfrei genießen. Allerdings konnte nur ein geringer Teil von der Steuer abgesetzt werden.

Die neue Regelung hat den Nachteil, dass der Ertragsanteil höher versteuert wird, wenn es zu einer Rentenzahlung vor dem 60. Lebensjahr kommt. Die Höhe der Steuern ist abhängig vom Alter bei Beginn der Rente. Wer die private Rente später in Anspruch nimmt desto geringer ist die Steuer, da auch der Ertragsanteil mit dem Alter geringer wird.
Nach der neuen Regelung liegt der Ertragsanteil eines 65jährigen bei 18%, vor Änderung im Jahr 2005 betrug er 27%. Die Beiträge zur privaten Rentenversicherung können nur noch im Rahmen der Rürup Rente als Vorsorgeaufwendungen abgesetzt werden. Früher konnte man die Beiträge zwar absetzen, aber bei den meisten Beitragszahlern war das nicht mehr möglich, da mit den Beiträgen zu der gesetzlichen Rentenversicherung sowie zur Kranken- und Pflegeversicherung, der Freibetrag schon ausgeschöpft war.

Jetzt sind die Beiträge für normale Vorsorgeaufwendungen bis zu 12000 Euro im Jahr absetzbar. Der absetzbare Höchstbetrag zur Altersvorsorge wird bis zum Jahr 2025 in Schritten von jährlich 2% angehoben, bis der Höchstbetrag von 20.000 Euro erreicht ist. Die Bedingungen für die Absetzbarkeit sind zum Beispiel, dass die Auszahlung in Form einer Rente erfolgt, der Versicherte erst ab Vollendung des 60. Lebensjahres die Rente beansprucht usw.
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, werden ebenfalls dem neuen Freibetrag zugerechnet, so dass nur die Differenz zwischen dem Höchstbetrag und den Rentenbeiträgen für die private Vorsorge zur Verfügung steht.