Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge

Neben der Zulagenförderung, können die Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben bei der Steuererklärung steuerlich geltend gemacht werden. Dazu rechnet man den Eigenbeitrag und die erhaltenen Zulagen zusammen und trägt sie unter Sonderausgaben ein. Vom Finanzamt wird eine Günstigerprüfung durchgeführt und von der Steuerersparnis werden die Zulagen abgezogen. Der verbleibende Rest wird an den Steuerzahler ausbezahlt, wenn der Freibetrag nicht bereits überschritten wurde.

Der Sonderausgabenabzug ist vor allem für Personen mit einem höheren Einkommen interessant. Der Sonderausgabenabzug ist allerdings ab dem Veranlagungszeitraum 2008 auf den Höchstbetrag von 2100 Euro begrenzt. Die Sonderausgaben vermindern das zu versteuernde Einkommen und es muss weniger Einkommenssteuer bezahlt werden. Die Rentabilität der Riester Rente wird erhöht, wenn man Kinder hat und für sie die Kinderzulage erhält und außerdem noch die Beiträge als Sonderausgaben geltend machen kann.
Die vom Finanzamt erstatteten Sonderausgaben, werden allerdings nicht dem Riester Konto gutgeschrieben wie es bei den Zulagen der Fall ist.

Wer die Beiträge zur Riester Rente in die betriebliche Altersvorsorge investiert, muss Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung bezahlen. Dafür sind aber die Beitragzahlungen bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze sozialabgabenfrei und steuerfrei. Beiträge die aus versteuertem und sozial-versicherungspflichtigem Einkommen bezahlt werden, können im Rahmen des §10a, des Einkommensteuergesetzes, bei der Einkommenssteuer als Sonderausgaben abgesetzt werden.
Die Auszahlungen im Rentenalter unterliegen allerdings der vollen Besteuerung, der sogenannten nachgelagerten Besteuerung. Sie werden zusammen mit der Altersrente versteuert und liegen bei den meisten Rentnern unter dem Freibetrag, so dass viele Rentner, schon aufgrund der niedrigen, gesetzlichen Altersrente, keine Steuern bezahlen müssen.